The Kiwi way

Der 1. Schulquartal geht bald zu Ende und mehrere “internationals” (Familien aus dem Ausland die zur community gehören) fliegen zurück nach Europa. Wir sind froh, dürfen wir etwas länger bleiben.
Wir fangen jetzt an, Englisch im Alltag zu sprechen, Kiwis (Neuseeländer) kennenzulernen, Kiwi-Produkte zu kennen und im Supermarkt einzukaufen ohne den ganzen Nachmittag einplanen zu müssen.
Und immer wieder staunen wir über diese Kultur.

Was ich diese Woche zum Beispiel gelernt habe ist, dass man im Auto IMMER “Lebensnotwendiges” dabei haben sollte: Togs & towels (Badeanzug und Badetuch), Thermos mit heissem Wasser, Tee, Löffeln, Teetassen, …

Die Kinder waren am Montag zu einer Geburtstagsparty im Skatepark eingeladen. Selbstverständlich ist dann die ganze Familie dabei. Die Kids sind rumgefahren, haben sich mit Chips, Kuchen und Hotdogs ernährt. Wir Erwachsene sind im Kreis auf dem Gras gesessen. Plötzlich holt eine Kiwi-Mutter ein Korb aus dem Auto aus. Daraus zaubert sie Teetassen (echte, nicht aus Pappe 😉), Tee, Teekanne, Sieb, Milch, ein Holzbrett, Messer, Crackers, Salami,… Eine zweite Mary Poppins! Ich sass einfach sprachlos da. Ihre Erklärung?

“You have to be prepared. You never know if you will have the opportunity for a cup of tea during the day”.

Ich habe die Tasse Tee sehr genossen. Meine Wasserflasche habe ich schnell verschwinden lassen 😬.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass Ihre Auto auch dementsprechend aussehen. Es ist unglaublich, was darin alles zu finden ist: Schuhen (zieht man hier ja nur im Notfall an), Bücher, Regenschirme, Wasserflaschen, Velopumpi, Ersatzkleider, leere Teetassen, Frühstücksresten von letzter Woche, schmutzige Socken, Gartenwerkzeuge, Taschenlampe, … man weiß ja nie.

Ob wir es je schaffen werden, so unkompliziert zu sein? Wir bleiben dran.

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2 Comments

  1. Cornelia Friedrich

    Hallo Marzia
    Ich sauge deine Einträge und Berichte richtig gehend auf und finde sie sehr interessant. Deinen/euren Mut bewundere ich sehr, einfach für eine gewisse Zeit die Zelte abzubrechen und aus dem Alltag auszubrechen. Deine ganze Familie muss sich als Einzelner wieder eingliedern, auch du. Bei dir ist der Tagesablauf sehr selbstbedtimmend. Du musst deinen Alltag selbst gestalten, hast vielleicht sogar das Gefühl unnütz zu sein, keine klaren Aufgaben zu haben. Ich finde du machst das super, du gehst raus, machst Freiwilligenarbeit, zeigstdich interessiert.
    Liebe Marzia, du machst das super. Geniess deine freie Zeit, hör auf dein Herz und lass dich treiben….
    Ich bin in Gedanken viel bei dir.
    Liebi Grüessli
    Cornelia

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  2. Jasmin Gloor

    Hallo Enea
    ich hoffe du hast spass auf der Fähre. Und viel Sonnenschein ☼ hoffentlich verletzt sich keiner von euch ;)liebe grüsse Jasmin Gloor 🙂

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